"Fertigkeit bedeutet die vereinte Kraft von Erfahrung, Intellekt und Leidenschaft in ihrer Anwendung.”
John Ruskin
„Design ist kein Beruf, es ist eine Einstellung. Es ist die produktivste Organisation von Materialien und Prozessen, in einem harmonischen Gleichgewicht aller Elemente, die für eine bestimmte Funktion erforderlich sind. Es ist die Integration von technologischen, sozialen und ökonomischen Anforderungen, biologischen Notwendigkeiten und den psychologischen Wirkungen von Material, Form, Farbe, Volumen und Raum. Denken in Beziehungen.“ László Moholy-Nagy
Vielschichtige und unterschiedliche Aspekte fließen in die Entscheidungsprozesse einer substantiellen Produktgestaltung ein.
Damit aus einer Idee ein Produkt mit hohem Gebrauchswert entstehen kann, werden geeignete Materialien, technologische Möglichkeiten sowie funktionale und ergonomische Eigenschaften untersucht – und auch der Lebenszyklus des Produkts nach seiner Nutzung wird berücksichtigt.
Die wesentlichen Prozessschritte sind Konzept, Entwurf und Umsetzung.
In der Konzeptionsphase stehen freie Gedanken und Assoziationen im Vordergrund. Es geht um erste Lösungsansätze, die durch unterschiedliche Methoden der Ideenfindung entwickelt werden. Dabei werden bekannte Lösungen hinterfragt und alternative Wege erprobt.
Der Entwurf überführt diese Ansätze in konkrete Formen: erste Geometrien entstehen, ergonomische, technische und ästhetische Parameter werden einbezogen. Materialien und Fertigungsmöglichkeiten werden geprüft.
In der Umsetzung erfolgt die detaillierte Ausarbeitung des Entwurfs mit dem Ziel, Herstellern klare Vorgaben zu übermitteln, die technisch realisierbar und wirtschaftlich sinnvoll sind.
Dabei kommen Handskizzen und 3D-Software zum Einsatz. Visualisierungen vermitteln realistische Eindrücke, während Modelle in der eigenen Werkstatt oder per 3D-Druck entstehen können.
Abschließend liefern Zeichnungen und Datensätze den Produktionsfirmen relevante Informationen für die Fertigung.